die traurige Realität

Kinder erleben nichts so scharf und bitter wie Ungerechtigkeit (Charles Dickens)

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Ein Leben auf den Strassen Asuncions

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Kein Familienleben, keine Schulausbildung, keine Sicherheit und keine Zukunft – nur Abgase und Schmutz auf den Strassen von Paraguays Hauptstadt – das ist der Alltag fuer Tausende von Kindern in Asuncion.

Extreme Armut… und wie immer sind die Kinder die ersten Opfer…

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Sechzig Prozent der Bevölkerung Paraguays lebt unterhalb der Armutsgrenze – das heisst, eine vielköpfige Familie muss oft mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen. Manche haben nicht einmal das und können von einem Dach ueber dem Kopf nur träumen. Plastikplanen dienen vielen am Rande der Stadt oder gar der Müllhalde als Regenschutz fuer die wenigen Habseligkeiten – und irgendwann schicken die Eltern dann die Kinder auf die Strasse. Bei über 40 Grad und fast glühendem Asphalt laufen sie an den Kreuzungen bei Rotlicht von Auto zu Auto und betteln die Autofahrer an – manche von ihnen sind gerade mal vier, fünf Jahre alt.

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Andere schleppen täglich ihre kleinen Geschwister im Arm durch die Strassen der Stadt und versuchen so, durch die müden und traurigen kleinen Gesichter der Babies Mitleid erwecken und etwas mehr Geld erbetteln zu können – mit täglich weniger Erfolg…

Die etwas Älteren machen sich vor lauter Hunger oft selbständig, verlassen die Familien und ziehen allein los. Oder sie flüchten vor alkoholisierten Vätern, die mehr Schläge als Brot austeilen. Dann trifft man sie plötzlich in den grossen Supermärkten an, wo sie in den Restaurants die Reste von Tabletts und Teller essen, die von den Gaesten übrig gelassen werden. Viele leben dann in den Park-Tiefgaragen, in irgendeinem Pappkarton in einer Ecke – oft jahrelang…

Der schlimmste Feind dieser Strassenkinder sind Drogen, Banden und Erwachsene, die sie in die Finger bekommen und dann zum Stehlen schicken – oder sie zwingen, sich zu prostituieren. Schusterleim, den sie an jeder Ecke frei kaufen können und den sie offen in der Strasse schnüffeln, bringt sie um die letzte, die allerletzte Hoffnung – und schliesslich ums Leben…
Die Behörden tun… nichts. Manchmal wird eine Gang von 8 bis 15jährigen Kindern, die in Gruppen Touristen beklauen oder kleinere Läden richtiggehend ausrauben, von der Polizei abtransportiert und auf die Wache geschleppt – nur um ein, zwei Stunden später wieder auf der Strasse zu sitzen, da sie als Minderjährige nicht verhaftet werden dürfen. Ein paar wenige private Organisationen bieten ihnen manchmal ein Mittagessen oder ein paar Kleider an – ein Tropfen auf den heissen Stein. Ansonsten hilft ihnen keiner – und niemand hat ihnen auch nur die geringste Alternative zu bieten. Die meisten von ihnen werden noch nicht einmal 20 Jahre alt – und wenn, dann sind sie schon seit Jahren toughe Kriminelle, die längst ins Abseits der Gesellschaft gerutscht sind. Alltag in Paraguays Haupstadt… ein alltäglicher Alptraum…

Ausgesetzt… Alleingelassen…

Die Mädchen auf den Strassen Asuncions werden früh zu Prostituierten… ihre einzige Chance im Überlebenskampf… Sie werden schnell schwanger – und viele setzen dann ihre Babies einfach aus, hoffen vielleicht gerade noch, dass irgendeine mitleidige Seele sie aufzieht und ihnen ein wenig mehr Wärme und Sicherheit gibt, als die jungen Muetter selbst von ihren Eltern bekamen…

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Die Alternative Waisenhaus ist fast so schlimm wie die Strasse… der Staat hat keinerlei Ausweg zu bieten und die Adoptionsgesetze sind des häufigen Missbrauchs wegen extrem scharf. Zu viele Babies und Kleinkinder wurden von skrupellosen Menschen einfach verkauft – und waren dann nicht mehr als… “Ersatzteil-Lieferanten” fuer Organe in reicheren Ländern…

Grausame Wirklichkeit in einem der ärmsten Länder der Welt. Die Katastrophe ist unaufhaltsam… wenn nicht irgendetwas geschieht…

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Auch ein kleiner Schritt ist ein Anfang! Und genau den wollen wir gemeinsam versuchen…

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